Frag den OB Ludwigsburg

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Anwohner Parken - Umbau Lindenstrasse

04.12.2017 17:53 Jean-PierreDrane fragt Werner Spec 002

Lieber Herr Bürgermeister, wirklich toll wie die neue Lindenstrasse jetzt aussieht!!! ABER WO SOLLEN JETZT EIGENTLICH DIE GANZEN ANWOHNER PARKEN? Fassen wir mal kurz zusammen: Seit kurzer Zeit haben wir ein neues Einkaufszentrum in der Stadt (Marstallzentrum), an der Ecke Lindenstrasse / Körnerstrasse eine 3 stöckige Dönerbude die als Imbiss deklariert und gut besucht ist und der Rossknecht kann sich vor Kundschaft ebenfalls kaum retten. Glauben Sie die Leute die da hingehen parken alle im Parkhaus? Und was glauben Sie wie das ganze zur Weihnachtszeit aussieht wenn Weihnachtsmarkt ist?! Statt deklarierte Anwohnerparkplätze und Besucher in die Parkhäuser zu verweisen um die Situation zu entspannen, werden in einer Situation absoluten Parkplatzmangels auf der Lindenstrasse aus optischen Gründen mal eben 50% ALLER PARKPLÄTZE BÄNKEN UND BLUMENKÜNELN GEOPFTER?! Dazu hätte ich folgende Fragen: - Was ist das Parkplatzkonzept der Stadt Ludwigsburg für die Innenstadt? - Gibt es überhaupt eines? - Wo sollen die Anwohner parken? - Wo parken Sie? - Wer zahlt dafür? - Darf ich da auch parken? - Warum müssen auf der neu gestalteten Lindenstrasse Füßgänger alle 5m die Strasse wechseln können auch wenn sich auf der anderen Seite überhaupt nichts befindet?? VG Ein Anwohner

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Antwort des Oberbürgermeisters

Antwort auf die Frage zum Umbau der Lindenstraße

02.02.2018 21:31 Werner Spec antwortet den Teilnehmenden
 Werner Spec

Werner Spec

Sehr geehrte(r) Bürger/in,

bei der Straßenplanung muss zwischen der Aufenthaltsqualität einerseits und dem Parken andererseits abgewogen werden. Dies ist nicht immer einfach, da verschiedenste Interessen zu berücksichtigen sind. Die Stadtverwaltung lud deshalb im Frühjahr 2016 Eigentümer, Bewohner, Einzelhändler, Vertreter des Vereins Untere Stadt, Behindertenvertreter, Vertreter des Gemeinderats sowie die breite Öffentlichkeit zu einer Informationsveranstaltung ein. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und brachten ihre Wünsche und Bedenken zum vorgestellten Grundkonzept ein (Vorlage 098/16). Im Juni 2016 schloss sich ein weiteres Gespräch mit den direkten Anliegern an, bei dem das Thema Parken im Mittelpunkt stand. Zur Frage der Parkierung und der Verkehrsführung gab es kein einheitliches Stimmungsbild. Teils wurde das Parkplatzangebot als Ursache für den Verkehr benannt, weshalb auf Parkplätze verzichten werden solle. Für Andere kam der Parkplatzverzicht wiederum überhaupt nicht in Frage. Weitere Stimmen sprachen sich unter anderem für breitere Gehwege sowie Regelungen zum Be- und Entladen aus.

Mit den Erkenntnissen aus den Gesprächen konnte ein guter Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Belangen herausgearbeitet werden. Die daraufhin entsprechend überarbeitete Planung wurde vom Gemeinderat am 13. Juli 2016 mit eindeutiger Mehrheit beschlossen. (Beschluss und Unterlagen 196/16) Dieses Jahr soll ein Parkraumkonzept für die Untere Stadt mit Beteiligung des Gemeinderats und der Bürgerschaft erarbeitet und vom Gemeinderat beschlossen werden. Dabei geht es dann vorwiegend um die Frage, wann wer welche Parkplätze nutzen darf und wie eine verkehrsrechtliche Regelung aussehen kann. Die Parkraumbewirtschaftung selbst gibt es in der Innenstadt bereits seit rund 30 Jahren. Anwohnern und Besuchern haben durch die Bewirtschaftung profitiert, ihnen konnten mehr Stellplätze zur Verfügung gestellt werden, weil dauerparkende Beschäftigte weichen mussten. Auch bezüglich dieser Regelung wurde kontrovers diskutiert und dem damaligen Gemeinderat fiel die Entscheidung nicht leicht.

Ich selbst muss mich beim Parken ebenfalls nach den örtlichen Begebenheiten richten.

Mit freundlichem Gruß,

Ihr Werner Spec